Kristallblau – Magisches Blut

Inhalt:

»Unser Blut ist magisch. Wir sind Cerulean.« Diese Sätze hat Sera schon so oft gehört, aber ihre Fragen über die Vergangenheit beantwortet niemand. Sera spürt, dass die Hohepriesterin wie auch ihre Mütter ein Geheimnis hüten. Als sie ausgewählt wird, ihre Welt zu retten, und sich dafür opfern soll, fügt sich Sera dennoch ihrem Schicksal. Doch weder stirbt sie, noch kann sie zunächst ihre Aufgabe erfüllen. Stattdessen muss Sera in einer völlig anderen Welt einen Kampf um Leben und Tod führen.

Quelle: Dragonfly Verlag

Meine Meinung:

Das Cover ist der absolute Hingucker und konnte mich bereits auf den ersten Blick überzeugen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich das deutsche oder englische Cover schöner finden soll, weil beide atemberaubend sind. Auf dem deutschen Cover ist Sera zu sehen, was darauf schließen lässt, dass sie die Hauptperson ist, dabei ist sie es nicht nur alleine, sondern auch die Geschwister Agnes und Leo würde ich zu den Hauptpersonen zählen. Auf dem englischen Cover sind dafür keine Personen zu sehen. Optisch gesehen sind aber beide in Blautönen gehalten, was mir sehr gefällt, weil blau zu meinen Lieblingsfarben gehört.

Das Buch hat zwei Schauorte: Einmal die Stadt über dem Himmel, die Heimat der Cerulean, da wo auch Sara herkommt und Old Port City in Kaolin, der Wohnort der Geschwister Agnes und Leo. Das Buch ist in fünf Teile untergliedert und vor jedem Teil steht, was jetzt Schauort ist. da es nur fünf Abschnitte sind, wechselt der Schauort zum Glück nicht so oft, was gut ist, weil mich das sonst schnell durcheinander bringen könnte.

Das Buch beginnt mit Seras Sicht. Man bekommt als Leser einen Einblick in Seras Heimat, die Stadt über dem Himmel. So erfährt man, dass es dort keine Männer gibt und jedes Mädchen drei Mütter hat: Eine Grün-, Orange- und Violettmutter. Im Großen und Ganzem kann man sagen, dass die Welt sehr faszinierend ist. Auch Agnes‘ und Leos Heimat, Kaolin, unterscheidet sich von unserer. So ist die Erde in zwei Teile unterteilt. Kaolin und Pelago. Während in Pelago Wohlstand herrscht, haben die Menschen in Kaolin Probleme mit ihrer Ernte und ihrem Wasser.

Ich hatte ein paar Schwierigkeiten ins Buch zu kommen, weil mich das Buch nicht sofort fesseln konnte und ich nicht auf Anhieb in die neue Welt eintauchen konnte. Es hat ziemlich lange gedauert bis im Buch endlich Spannung erzeugt wurde. Erst ab der Hälfte des Buches ging es richtig los hatte ich das Gefühl. Ich kann mir vorstellen, dass einige das Buch anfangs öfter weglegen werden.

Das Buch wird aus vier verschiedenen Sichten erzählt. Anfangs nur aus Sera, Agnes‘ und Leos, ab der zweiten Hälfte kommt dann Leila, Sera beste Freundin, hinzu. Sera kann man nur auf Anhieb sympathisch finden. Als sie dann erfährt, dass sie sich für ihr Volk opfern muss, ist die Angst natürlich groß, ich meine, die Aussicht zu sterben ist jetzt nicht so schön. Aber anstatt zu sterben landet sie in Kaolin und muss um ihr Überleben kämpfen, vor allem weil gerissene Menschen ihr Blut wolle, welches magisch ist und heilen kann. Ich habe sehr mit ihr mitgefühlt, denn sie wurde eingesperrt und nicht wirklich gut behandelt. Die Einzige, die versucht hat ihr zu helfen, war Agnes. Zum Glück konnten die Menschen nicht verstehen, was Sera sagt, aber sie, was die anderen sagen. Was mich an ihr aber gestört hat, ist die Tatsache, dass sie gefühlt jedes Mal den Satz „Ich bin eine Cerulean und mein Blut ist magisch“ gesagt hat. Irgendwann hat es dann geklungen, als wäre sie ein Roboter, der darauf programmiert wurde.

Agnes ist ein Mädchen, welches sich nicht so verhält, als sie eigentlich sollte. Sie trägt nicht gerne Kleider und interessiert sich lieber für Naturwissenschaften. Ihr Traum ist es in Pelago zu studieren, da wo ihre Mutter herkommt. Doch Kaolin und Pelago haben keine besonders gute Beziehung zueinander und auch ihr Vater ist kein großer Fan von ihrem Interesse an Pelago. Er kümmert sich auch nicht wirklich um sie und der einzige Gefallen, den er ihr tut, ist ihr eigenes Labor. Ich mag ihre rebellisches Verhalten, wie sie sich gegen die Vorschriften der Gesellschaft stellt und lieber wild und unkonventionell ist.

Leo hat auch ein Päckchen zu tragen. Er tut alles, um endlich von seinem Vater anerkannt zu werden, wirklich alles. Das führt leider auch in die falsche Richtung, aber man kann fühlen, wie gerne er einfach nur ein Lob von seinem Vater gehabt hätte und ich konnte seine Gefühle sehr gut nachvollziehen.

Seras beste Freundin Leela kommt nicht wirklich über den Tod ihrer Freundin hinweg und erfährt, dass die Zeremonie manipuliert wurde und auch die Hohepriesterin ein Geheimnis hütet. An dieser Stelle ist der Klappentext irreführend, weil man daraus schließt, dass Sera dies herausgefunden hat, bevor sie sich opfern musste, was aber nicht stimmt, denn es war Leela, die das herausgefunden hat und zwar NACH der Zeremonie.

Eine Person, oder eher zwei Personen, die ich noch unbedingt erwähnen will, sind Ebenezer Grange und Eneas, der Chauffeur der Familie. Vor allem Ebenezer habe ich echt ins Herz geschlossen, nur habe ich das Gefühl, dass er weiterhin nicht mehr auftauchen wird. Nichtsdestotrotz ist er ein toller und herzlicher Charakter.

Fazit:

Im großen und Ganzem ein guter Auftakt einer Reihe, jedoch mit ein paare Schwächen und Potenzial, welches noch genutzt werden kann. Ich kann empfehlen durchzuhalten, auch wenn sich die erste Hälfte zieht. Ich bin gespannt, was der zweite Band noch mit sich bringt, da auf die Charaktere noch ein großes Abenteuer wartet!

🍰🍰🍰🍬/5

Eckdaten

Titel: Kristallblau – Magisches Blut | Autor/in: Amy Ewing | Verlag: Dragonfly | Seitenanzahl: 400 | Erscheinungstermin: 19. August 2019 | ISBN: 978-3-7488-0001-9 | Preis: Hardcover 18,00€ [D], 18,50 [A] | Buch kaufen

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr darüber gefreut🥰

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